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Wohin als Digitaler Nomade? Die besten Orte & Kriterien

23. Januar 2022
by JuliaColonia

Wohin als Digitaler Nomade? Wie wähle ich den besten Ort für mich? – Du kannst endlich ortsunabhängig und remote arbeiten oder möchtest als Digitaler Nomade durchstarten – kannst dich aber noch nicht so recht für einen Ort entscheiden? Dann habe ich diesen Blogbeitrag für dich geschrieben. Ich gebe dir die 11 wichtigsten Tipps & Kriterien an die Hand, mit denen du den für dich perfekten Ort zum leben finden wirst.

Was ist Digitales Nomadentum?

Digitales Nomadentum bezeichnet den Lebensstil, ortsunabhängig zu leben und zu arbeiten. Menschen die so leben, werden meistens als Digitale Nomaden oder Remote Worker bezeichnet. Digitale Nomaden arbeiten hauptsächlich vom Computer aus und nutzen die globale, digitale Vernetzung um ihr Geld online zu verdienen – egal wo sie sich auf der Welt befinden.

Wo kann man gut remote arbeiten? –
11 Kriterien für die besten Orte für Digitale Nomaden

1. Vorhandene Arbeitserlaubnis für Digitale Nomaden

In vielen Ländern bewegen sich Digitale Nomaden immer noch in einem Graubereich, weil sie nur mit einem Touristenvisum und keiner Arbeitserlaubnis eingereist sind. Wer auf Nummer sicher gehen möchte kann legal aber immer noch in sehr viele verschiedene Länder reisen und offiziell arbeiten. Wie das geht, erklären die vier folgenden Abschnitte:

Innerhalb Europas visafrei arbeiten & leben als Digitaler Nomade

Europa ist auch bei europäischen Digitalen Nomaden sehr beliebt. Warum, liegt auf der Hand:
Nirgendwo sonst kann man so viele verschiedene Länder, Sprachen und Kulturen innerhalb so kurzer Entfernungen kennen lernen.

Für Digitale Nomaden mit Wohnsitz in der EU liegt der riesige Vorteil darin, dass sie europaweit visafrei arbeiten dürfen. D.h. wenn du möchtest, kannst du morgen deinen Laptop einpacken, nach Spanien fahren und dort die nächsten Monate arbeiten – ohne dass du vorher ein Visum oder eine Arbeitserlaubnis bräuchtest. Auch wenn du remote für ein deutsches Unternehmen arbeitest, dürfte ein Aufenthalt in Europa Einiges erleichtern. Falls du einen solchen Job suchst, schau gerne mal in diesem Blogbeitrag vorbei – in diesem liste ich 31 ziemlich coole und spannende Remote Unternehmen in Deutschland auf.

In Ländern mit speziellem Digitalen Nomaden Visum arbeiten

Als 2020 die Welt plötzlich still stand, blieben in vielen Ländern und insbesondere auf Inseln die Touristen aus. Da der Tourismus allerdings eine sehr wichtige Einkommensquelle für diese Staaten darstellt, mussten neue Wege gefunden werden:

Das Visum für Digitale Nomaden war geboren. Ob karibische Inseln wie Barbados oder die Seychellen, Dubai oder die Kapverden: Es gibt mittlerweile viele traumhafte Orte, für die unkompliziert ein offizielles Visum für Remote Work beantragt werden kann. Gleichzeitig wird mit diesen Visa endlich eine legale Grundlage für Remote Worker geschaffen.

Über alle Visamöglichkeiten habe ich übrigens bereits im Blogbeitrag ´Visum für Digitale Nomaden & Remote Work´ genauestens berichtet. Dort erfährst du Alles was du wissen musst: Länderinformationen, Voraussetzungen für das jeweilige Visum sowie hilfreiche Informationen und Tipps.

Visafrei in Überseegebieten leben und arbeiten

Überseegebiete entstammen noch aus der Kolonialzeit: Damals kolonialisierten europäische Staaten beispielsweise die Karibik. Die meisten dieser Gebiete sind heute zwar (teil-)selbstständig, unterliegen aber immer noch administrativen Zugehörigkeiten.

Die Kanaren, Azoren oder Guadeloupe sind nur einige Beispiele für europäische Überseegebiete, in welchen Europäer kein Visum benötigen um vor Ort leben und arbeiten zu können. HIer geht es zum umfassenden Blogbeitrag, der alle europäischen Überseegebiete im Detail näher vorstellt.

→ Mit einem Working Holiday Visum remote arbeiten

1 Jahr Work and Travel in Australien, Neuseeland oder Kanada sagt dir bestimmt was – diese Visa eignen sich aber nicht nur dazu auf Farmen zu arbeiten, sondern erlauben meistens auch Remote Work im jeweiligen Land. Leider gibt es bislang strenge Altersgrenzen für diese Visa von 30 bzw. 35 Jahren, sodass diese Lösung nicht für Jeden in Frage kommt. Falls diese Visa aber zu dir passen: Warum nicht z.B. zwischen praktischen Jobs im Outback und der Arbeit am Laptop wechseln?

2. Internetgeschwindkeit

Wenn es etwas gibt, dass wichtig für die Arbeit von Digitalen Nomaden ist, dann mit Sicherheit die Internetgeschwindigkeit. Daher macht es Sinn, diesen Punkt bei der Wahl eines Ziellandes besonders zu berücksichtigen. Das gilt umso mehr, wenn eine schnelle Datenübertragung im Arbeitsalltag für dich notwendig ist.

Falls du Freelancer bist, welcher sein Geld mit Texten verdient, wirst du vermutlich weniger Wifi Speed benötigen als ein Youtuber, der regelmäßig hochauflösende Videos hochlädt. Auch Programmierer müssen sich absichern und auch bei Angestellten sollten verpflichtende Zoom-Meetings nicht am Internet scheitern.

Auch hier wieder eine meiner geliebten Weisheiten: Besser Vorsicht als Nachsicht!

Jeder, der sich genauer infomieren möchte, kann sich beispielsweise auf der Vergleichsseite Cable umsehen; jedes Jahr werden dort alle Breitband-Geschwindigkeiten weltweit verglichen. Grob zusammen gefasst kann man sagen, dass insbesondere Europa sowie USA und Kanada die Top Plätze belegen während Afrika, Südamerika und Asien über langsamere Netzwerke verfügen.

Ich mit Headset beim remote arbeiten im Outback in Australien, die Internetgeschwindkeit ist nicht so gut, sonst aber ein super Ort

Online-Arbeit kann ich im australischen Outback nur bedingt empfehlen – auf jeden Fall sieht man etwas wild aus bei bis zu 95 % Luftfeuchtigkeit.

Damit will ich nicht sagen, dass du deine Traumziele mit schlechtem Internet von deiner Liste streichen sollst – aber im Vorfeld Informationen einholen und dich ggf. mit zusätzlichen Equipment ausstatten kann auf jeden Fall nicht schaden. Vielleicht macht es ja Sinn, zum Beispiel mit einem Mobile Hotspot/ Pocket Wifi zu arbeiten?

3. Zeitzone

Solltest du im direkten Kundenkontakt arbeiten oder regelmäßig mit Kollegen kommunizieren müssen, musst du bei der Ortswahl unbedingt auf die richtige Zeitzone achten (außer es macht dir Nichts aus z.B. mitten in der Nacht aufzustehen). Das klingt jetzt vielleicht erstmal einschränkend, ist aber gleichzeitig auch eine Chance wenn man es clever für den eigenen Alltag nutzt.

Ich z.B. bin eine echte Nachteule. Morgens um 7:00 Uhr im Büro Vollgas geben – ok, entspricht jetzt erstmal nicht meiner Wunschvorstellung. Befinde ich mich in Bali, würde ich Stunden später starten –  direkt viel besser.

Auch das Gegenteil ist natürlich denkbar: Bist du ein absoluter Frühaufsteher, wählst du ein Land, dass Deutschland voraus ist. Das ist jetzt nur ein Beispiel, aber auch das bedeutet Freiheit: Deinen Alltag so zu strukturieren, wie es dir damit am besten geht.

4. Beliebte Orte der Digital Nomad Community

Wo leben bzw. arbeiten viele Digitale Nomaden?

→ Viele Digitale Nomaden leben in bekannten Digital-Nomad-Hotspots wie Chiang Mai in Thailand, Bali, Tulum oder Playa del Carmen in Mexiko.

→ Insbesondere in den letzten Jahren haben sich aber auch europäische Städte wie Lissabon, Amsterdam oder Berlin zu regelrechten Schlaraffenländern für Remote Worker entwickelt. Statt Milch & Honig gibt es dort jede Menge Digitale Nomaden, Expats, Co-Working & Co-Living Möglichkeiten sowie eine spannende Stadt und Umgebung mit Allem was dazu gehört.

Allerdings sind solche geradezu vibrierenden Orte für viele Ortsunabhängige Fluch und Segen zugleich:
Die Einen lieben es, die Anderen suchen so schnell wie möglich das Weite.

TIPP:  Falls du dir einen Überblick verschaffen möchtest, welche genialen Coliving Konzepte es mittlerweile weltweit gibt – und ob etwas Passendes für dich dabei ist – empfehle ich dir sehr meinen Artikel ´Coliving Anbieter & Konzepte Weltweit´.

Verständlicherweise werden Digitale Nomaden von solchen Hotspots angezogen wie die Motten vom Licht. Um soziale Kontakte aufzubauen oder sich Inspiration/ Motivation zu holen, kann es eine super Idee sein, sich dort niederzulassen. Gleichzeitig kommt es in vielen beliebten Gegenden aber dazu, dass sich das lokale Geschehen ganz auf Remote Worker & Touristen ausrichtet. Du wirst viele internationale Kontakte knüpfen können aber weniger das authentische Leben der Einheimischen kennen lernen und eher in deiner ´Bubble´ bleiben.

Lifestyle der Digital Nomad Community vor Ort

Jeder Mensch ist unterschiedlich und es wäre illusorisch zu glauben, dass sich Jeder mit Jedem gut verstehen würde. Alter, Mindset, Status, gewünschte Work-Life-Balance, Ernährung, Beziehungsstatus (Solo-Reisender vs. Pärchen oder Familie) usw.. Je nach Land und Gegend unterscheiden sich diese Eigenschaften eines ´durchschnittlichen´ Digitalen Nomadens enorm.

Während in größeren Städten oft eher die Arbeit und hustlen im Vordergrund stehen, werden Strandaufenthalte etwas entspannter angegangen. Während man sich auf Bali unproblematisch vegan ernähren kann, sieht das in südamerikanischen Bergregionen anders aus. [ I know, etwas allgemein – aber ich glaube die Unterschiede werden klar ;). ]

Reisfelder auf Bali, ein sehr beliebter Ort bei Digitalen Nomaden

Einer der beliebtesten Orte bei Digitalen Nomaden: Bali

In wissenschaftlichen Befragungen hat sich bereits gezeigt, dass Digitale Nomaden den Begriff der ´Heimat´ gar nicht mit einem geographischen Ort verbinden. Vielmehr sind für dieses Gefühl die sozialen Beziehungen entscheidend – insofern macht es Sinn, sich vor Allem mit Menschen zu umgeben, mit denen man auch vom Mindset her gut zusammen passt, um so tiefergehende Freundschaften aufbauen zu können.

Überlege, was dir im Alltag wichtig ist und mit welchen Menschen du dich umgeben möchtest.

Von meinen Reisen kann ich bestätigen: Eine Zeit lang ist es ganz schön, sich mit Menschen zu umgeben, die vollkommen anders über die Welt denken. Aber ab einem bestimmten Punkt und um wirkliche zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen zu können, muss man doch eine gemeinsame Ebene finden. Diese können je nach Land, Ort oder auch schon Unterkunft extrem unterscheidlich sein und wenn man nicht aufpasst, einen ansonsten schnell vereinsamen lassen.

Nutze deine Möglichkeiten und suche dir aktiv Menschen, die zu dir passen. Bleibe flexibel und ändere ggf. deine Pläne, wenn du dich nicht wohlfühlst (auch wenn alle Anderen sonst es toll finden). 

5. Lebenshaltungskosten am jeweiligen Ort

Seien wir ehrlich: Die Lebenshaltungskosten sind sicherlich einer der entscheidenden Faktoren wenn es darum geht, sich als Digitaler Nomade für einen Ort zum leben & arbeiten zu entscheiden.

  • Einige Digitale Nomaden stehen noch am Anfang und haben zunächst gar nicht das Geld um sich den Aufenthalt in teuren Ländern leisten zu können.
  • Andere wiederum haben das Geld, möchten aber lieber mehr sparen und meiden daher kostspieligere Orte.
  • Viele Remote Worker sind auch durchaus bereit Geld auszugeben – in dem Fall sind ´Kosten´ als Kriterium dann aber zweitrangig und andere Punkte spielen eine wichtigere Rolle bei der Länderauswahl.

Insbesondere bei Digitalen Nomaden kommt an dieser Stelle noch ein weiterer Begriff mit ins Spiel: ´Geo Arbitrage´

→ Was ist Geo Arbitrage?

Einfach zusammen gefasst kann man sagen, Geo Arbitrage bedeutet, das eigene Geld in einer starken Währung zu verdienen und in einer schwachen Währung wieder auszugeben.

→ Was sind Geo Arbitrage Länder?

Wenn also z.B.eine Freelancerin primär Kunden aus der DACH Region hat und so ihr Geld verdient (=mit einer starken Währung) aber gleichzeitig in Südostasien lebt und dort dieses Geld ausgibt (=schwache Währung), handelt es sich um Geographische Arbitrage. Mit dem Prinzip von Geo Arbitrage kann somit das Maximum aus Verdienst und Ersparnissen rausgeholt werden.

Ein weiteres gutes Beispiel kann ich sogar aus meiner Zeit in Australien erzählen: Auf meiner Reise habe ich einen Backpacker kennengelernt, welcher in einer Mine gearbeitet hat (=der best bezahlte Job für Männer in Australien (zugegeben auch der härteste)). Er hat sein Visum voll ausgekostet und zwei Jahre lang dort gearbeitet. Im Anschluss hat er sich mit diesem Geld Häuser in Thailand gekauft.

  → Ein besseres Beispiel für Geo Arbitrage gibt es wohl kaum.

→ Ist Geo Arbitrage gut oder schlecht?

Wie bei Allem gibt es auch hier kein Schwarz & Weiß – es ist klar, dass diesem Prinzip eine gewisse unfaire, globale Verteilung zu Grunde liegt. Gleichzeitig basieren aber unsere aktuellen globalen Wirtschaftskreisläufe darauf und wir Alle leben danach. Ich finde es daher grundsätzlich total in Ordnung nach so einem Prinzip zu leben, zu reisen und auch zu sparen wenn (!) man aktiv darauf achtet, mit dem eigenen Geld die lokale Wirtschaft vor Ort zu unterstützen und den Menschen anderer Kulturen mit Wertschätzung gegenüber tritt.

Viele Banknoten stehen für das Kriterium Geld und Kosten wenn es darum geht, wohin Digitale Nomaden reisen sollten

Wer gerade erst am Anfang seiner Reise des ortsunabhängigen Arbeitens steht, kann am Anfang vielleicht erstmal einen Kassensturz machen und sich überlegen, welche Zielorte Sinn macht. Je mehr am Ende des Monats übrig bleibt, desto weniger schwitzt man wenn man an seine monatliche Abrechnung denkt ;).

Um sich einen ganz guten Überblick über die vor Ort üblichen Kosten zu verschaffen empfehle ich Seiten wie Numbeo.com.

6. Infrastruktur

Es gibt Orte auf dieser Welt, die auch heute noch verflixt schwer zu erreichen sind.

Mehrere Flüge, Bahnfarten und vielleicht eine Fähre sind nötig, um z.B. auf deine Trauminsel zu gelangen. Welche Rolle die Infrastruktur für dich spielt, hängt zum Einen natürlich stark davon ab, wie viel du von diesem Ort aus reisen möchtest und zum Anderen davon, wie oft du z.B. deine Familie und Freunde besuchen möchtest. Je häufiger du deinen Ort verlassen musst, desto mehr Zeit (und ggf. Nerven) werden dich Ab- und Anreise insgesamt kosten. 

Wirst du international reisen? Sind internationale Flughäfen in deiner Nähe oder musst du erst noch andere Verkehrsmittel nutzen? Falls du viel unterwegs sein wirst, könnte es eine gute Idee sein, sich in der Nähe eines internationalen Drehkreuzes niederzulassen. Solche Flughafen-Hubs sind Umsteigeflughäfen, welche für die Weiterreise optimiert sind um Umsteigezeiten möglichst gering zu halten:

  • In Europa sind dies unter Anderem Amsterdam-Schiphol, Frankfurt am Main, und Paris Charles de Gaulles.
  • Als weltweite Hubs dienen z.B. Dubai, Atlanta und Toronto-Pearson.
  • Und auch wenn du einen passenden Flughafen identifizieren konntest, ist Detailarbeit gefragt: Die Fahrtzeit von/bis zum Flughafen kann extrem schwanken. In manchen Städten brauchst du 10 Minuten im Zug. In anderen Städten wiederum 1.5 Stunden im Bus. In manchen Städten ist ein Taxi normal, in anderen unbezahlbar.

Neben Flughäfen interessiert dich aber vielleicht auch, ob es gut möglich ist, die Gegend und andere Städte vor Ort zu erkunden. Gibt es regelmäßige und gute Zug- und Busverbindungen? / Befinden sich Bus- und Bahnhöfe zentral in der Stadt oder am Stadtrand? / Wie teuer ist ein Taxi oder Uber vor Ort? / Gibt es vor Ort die Möglichkeit, Autos/ Roller/ Fahrräder zu leihen?

Finden häufig Demos/ Proteste/ Straßenparaden statt? / Gibt es gute staatliche/ private Schulen? / Oder gute Fitnessstudios? Fragen über Fragen hinsichtlich der Infrastruktur!

7. Wetter

Mit der richtigen ´Ausstattung´ lässt sich fast jede Wetterlage aushalten – aber effizient arbeiten?  Im Juli nach Dubai/ Marokko/ Ägypten? Da wäre ich froh, wenn ich noch meinen Namen wüsste vor lauter Hitze, geschweige denn sinnvoll arbeiten. Klar, ´Wetterfühligkeit´ (was für ein seltsames Wort oder?) ist extrem individuell und Jeder von uns hat ein anderes Verhältnis zu Hitze/ Kälte/ Regen.

Aber wir wissen ja bereits: Dieser Lebensstil bietet dir Freiheit – und mit dieser Freiheit solltest du nicht an Orten vor dich hin frieren, wo du gar nicht sein willst. Du hast jetzt die Chance das gesamte Jahr über Sommer zu erleben – oder Winter, wenn du das wünschst.

Neben Wärme und Kälte spielt häufig auch die Regenzeit eine Rolle. Wenn du länger an einem Ort sein wirst, schränkt dich dieser Punkt vermutlich nicht so ein bzw. es kann auch ein einzigartiges Erlebnis sein, z.B. den Monsunregen zu erleben. Wenn du aber in der Regenzeit nur kurze Zeit vor Ort bist, riskierst du, ein paar Tage nicht so gestalten zu können wie du es am liebsten würdest.

Und zu guter Letzt: Vielleicht geht es dir auch körperlich einfach besser, wenn du dich in warmen, kalten oder trockenen Gegenden aufhältst? Auch das kann man berücksichtigen.

8. Spezielle Hobbies & InteressenAls Digitaler Nomade mitten im Schnee stehen und sich frei fühlen - du wählst den passenden Ort für dich passend zu deiner Hobbies

Ich schließe hier direkt beim ´Wetter´ an: Wenn du gerne surfst oder ski fährst spricht jetzt Nichts mehr dagegen, dich das ganze Jahr über auszutoben. Schließlich kannst du dem passenden Wetter sozusagen hinterherreisen und deine Orte entsprechend wählen. Oder wie es seither Viele machen: Ein halbes Jahr Skifahren/Snowboarden und danach surfen (insbesondere wenn du in Europa bleiben möchtest, ist das eine gute Möglichkeit).

Das Gleiche gilt aber auch für andere Interessen: Bist du sehr Kultur- oder Kunstinteressiert, möchtest du vielleicht mal nach Italien. Du bist der größte K-pop Fan auf dem Planeten? Warum nicht mal Südkorea kennen lernen? Du möchtest endlich deine Spanischkenntnisse in der Praxis anwenden? Auf nach Spanien.

9. Kultur

Was wäre diese Welt ohne die unterschiedlichen Länder und Kulturen, die uns Alle bereichern – und den globalen Austausch miteinander. Wie faszinierend und wichtig sind unterschiedliche Gebräuche, Sprachen, kulinarische Genüsse, Religionen: All dies gehört zum Kennenlernen einer Kultur dazu und macht den Reiz am ortsunabhängigen Arbeiten doch erst richtig aus.

Vielleicht gab es schon immer Länder oder kulturelle Eigenheiten die dich fasziniert haben?

→ Aber der Punkt Kultur geht dabei noch viel weiter: Stimmen die vor Ort gelebten Werte mit deinen eigenen überein? In vielen Ländern werden bestimmte Religionen oder LGBTQ nicht toleriert. In einigen Ländern haben Frauen nicht die gleichen Rechte wie Männer. Informiere dich vorher und entscheide dann.

10. Sicherheit

Grundlegende Sicherheitsaspekte sollten auf jeder Reise berücksichtigt werden – aber in manchen Ländern muss man noch einen Schritt weiter denken.

  • Insbesondere für Digitale Nomaden kann dieser Faktor bei der Wahl des Ortes eine größere Rolle spielen als für ´normale´ Touristen. Wenn man zum Arbeiten einen Hochleistungs-Laptop benötigt oder zwingend mit einer teuren Kamera durch die Stadt laufen muss, fühlt man sich in manchen Städten nicht wirklich sicher.
  • Vielleicht möchte man dann auf mehr Sicherheit beim Gepäck achten, eine bessere Versicherung wählen oder die Unterkunft bewusster wählen (gutes Schließfach pls).
  • Falls du alleine reist, würde ich mich fragen: Kann ich mich alleine sicher durch die Stadt bewegen? Wie wichtig ist mir das? In manchen südamerikanischen Ländern bin ich als alleinreisende Frau im Dunkeln beispielsweise nicht alleine herumgelaufen (Die Sonne ging bereits um 18:00 Uhr unter und je nachdem wo man sich befindet, kann das eine Einschränkung sein).

Wenn man noch nicht sicher ist, welcher Stadtteil sich für Einen am besten anfühlt, spricht Nichts dagegen, sich in den ersten Tagen einen Überblick zu verschaffen und danach in eine andere Unterkunft umzuziehen. Falls man alleine reist kann es ein großer Vorteil sein, sich ein Hostel oder einen geselligen Co-Living Space auszusuchen. So kann man schnell andere Leute kennenlernen und gemeinsam sicherer die Gegend erkunden (und hat Buddies falls man abends einkaufen oder essen gehen möchte).

11. Eigene Präferenzen

Ganz ehrlich, wenn du persönlich schon immer an einen bestimmten Ort wolltest, die nötigen Mittel und einfach Bock darauf hast: Dann mach es einfach. 

Klar, ein wenig Recherche vorher sollte drin sein, aber mittlerweile kann man wirklich fast überall irgendwie ortsunabhängig arbeiten. Und nur weil du liest, dass bspw. Bali und Mexico DIE angesagten Hotspots für Digitales Nomadentum sind und du unbedingt dorthin musst um richtig durchzustarten: Nope! Du kreierst dir deine eigene Wirklichkeit und du entscheidest, wo du glücklich bist. Und wenn du dich in deiner Heimatstadt in dem Café um die Ecke am wohlsten fühlst, go for it. Auch das ist geil!

Fazit: Wohin soll ich reisen? Welche Orte eignen sich für mich als Digitaler Nomade?

Wir haben gesehen: So viele geeignete Orte es mittlerweile zum remoten arbeiten gibt, so individuell ist auch die Auswahl von passenden Orten wenn es heißt „Wohin soll ich als Digitaler Nomade reisen“?

→ Alle 11 genannten Kriterien können eine große Hilfe dabei sein, eine Entscheidung zu treffen – aber die Bedeutung von jedem Faktor unterscheidet sich von Person zu Person.

Wer sich einen ersten Überblick verschaffen möchte, kann sich einmal den Digital Nomad Index anschauen. Dort wurden verschiedene Faktoren wie Internetgeschwindigkeit, Mietkosten, ´Happiness Index´ in einem Ranking zusammen gerechnet (Platz 1 entschied übrigens Kanada für sich). Ich persönlich finde diesen Ansatz etwas sehr verallgemeinernd, da wir ja schon gesehen haben, dass für jeden Menschen unterschiedliche Kriterien wichtig sind. Aber für einen ersten Eindruck super!

Und falls du dich fragst, wie sehr du in die Digitale Nomaden ´Szene´ eintauchen möchtest: Viele Ortsunabhängige wechseln ihre Locations: Erst zwei Monate auf Bali richtig in das Geschehen eintauchen, dann ein paar Monate in einer europäischen Stadt verbringen und danach zurückgezogen auf dem Land in der Toskana verweilen. Falls du noch untentschlossen bist, überlege dir vielleicht doch eine ähnliche Abwechslung – so findest du bestimmt schnell raus, wo du dich am wohlsten fühlst und eine längere Zeit bleiben möchtest.

Verrate mir in den Kommentaren : Von welchen Orten hast du schon immer mal geträumt? 

 

Quellen:

EINFACH UNGEWÖHNLICH GUT
EINFACH UNGEWÖHNLICH GUT

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